European Medica-School: Entscheidung der Landesregierung gegen mehr Studienplätze inakzeptabel

EMS: Entscheidung der Landesregierung gegen mehr Studienplätze inakzeptabel
Schlecht für Medizin-Campus, Klinikum und ambulante Ärzteversorgung
Stadt muss in Dialog mit dem Land treten
Die Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung, keine Gelder für den Ausbau der Studienplätze an der European Medical School zur Verfügung stellen ist inakzeptabel für Oldenburg. Das Format  der EMS mit zunächst 40 jährlichen Studienanfängerinnen und -anfängern war von vornherein zu klein geraten; es war aber verbunden mit dem Versprechen, die Plätze rasch aufzustocken. Dass dies jetzt immer noch  unterbleibt, ist Wortbruch und erschwert eine gute Entwicklung der EMS erheblich.
Die negativen Auswirkungen betreffen auch  den geplanten medizintechnischen  Campus (MTO) in Kreyenbrück, der es ohne die mit einem Ausbau der EMS verbunden Impulse schwer haben wird. Dies wiederum ist schlecht sowohl für das Klinikum Oldenburg als auch für die Perspektive der ambulanten fachärztlichen Versorgung in Stadt und Region; der Ärztemangel wird sehenden Auges in Kauf genommen. Die EMS in Groningen mit 200 Studienanfängerinnen  und -anfängern im Jahr zeigt, wie es besser geht.
Ich fordere insbesondere die Oldenburger Landtagsabgeordneten auf, auf eine Revision der Negativ-Entscheidung der Landesregierung zu drängen; die Stadt Oldenburg muss diesbezüglich umgehend mit Landtag und Landesregierung in Dialog treten.
Jonas Christopher Höpken
Ratsherr Die Linke.Oldenburg
Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Oldenburg